Auch auf einer Detektivseite gelten Webstandards

Webstandards sind nicht unbedingt ein Muss, allerdings ist es jedem Webdesigner beziehungsweise Ersteller einer Webseite dringend empfohlen, sich an die geltenden Standards zu halten. Würde sich niemand an bestimmte Standards bei der Erstellung von Internetseiten halten, würden viele Seiten praktisch unlesbar werden. So würden Texte vom linken bis zum rechten Rand des Monitors einfach durchlaufen. Das Ganze ohne Absätze oder dergleichen. Unnötig zu erwähnen, dass es deshalb immens wichtig ist, Websites so gestalten, dass sie übersichtlich sind und die meisten Informationen mit nur wenigen Klicks erreichbar sind, wie es vor allem beim Internetauftritt besonders wichtig ist, da sich hier ja alles um Informationen dreht.

Weshalb Webstandards eingeführt wurden

In den Anfängen des Internets kümmerte sich niemand um die Gestaltung der Seiten, auf denen Informationen bereitgestellt wurden. Das Wichtigste waren eben diese Informationen, alles andere wäre nur schmückendes Beiwerk gewesen. Diese Einstellung war damals sicher nicht ungewöhnlich, denn genutzt wurde das Internet zunächst ausschließlich von Forschern, Akademikern und dem Militär. Hier kam es eben rein auf den Informationsaustausch an, nicht auf die Form des Übertragungsweges. Im Laufe der Zeit wurde das Internet auch für geschäftliche Zwecke interessant. Da die bis dato „hässliche“ Darstellung der Webseiten kaum potenzielle Kunden anlocken dürfte, versuchte man, den Seiten ein Layout zu geben. Zunächst wurde dies mit Tabellen versucht. Webdesign mittels Tabellen ist aber nicht optimal. Das Ändern von Inhalten wird dadurch erschwert, ebenso das Neudesign bestimmter Bereiche oder ganzer Websites. Je schwerer die Bearbeitung einer Internetseite ist, desto kostenaufwendiger ist sie natürlich. Mit der Entwicklung moderner Internetbrowser konnte man sich vom mühsamen Tabellenlayout verabschieden und sich einer einfacheren Codierung zuwenden, den CSS.

Was bedeutet CSS? CSS ist die Abkürzung für Cascading Style Sheets. Dabei handelt es sich um Vorlagen für Websites, die für ein gesamtes Projekt gelten. CSS sind vergleichbar mit den Formatvorlagen, wie sie viele von Programmen zur Textbearbeitung kennen. Wie bei diesen Vorlagen sind auch Cascading Style Sheets nicht an den Inhalt geknüpft. Eine Veränderung des Layouts einer Website kann also einfach, schnell und vor allem ohne den Verlust des dargestellten Inhalts erfolgen. Beim Webseitenlayout mittels Tabellen ging das nicht, denn hier waren Layout und Inhalt immer miteinander verknüpft. Der Umfang der CSS wird ständig erweitert und passt sich somit den Entwicklungen des World Wide Webs an. Aufgrund dieser ständigen Veränderungen ist es aber nicht immer leicht, auf dem neuesten Stand zu bleiben beziehungsweise sich in die Materie einzuarbeiten. Hilfreich können hierbei Workshops sein, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Einen Basisworkshop über den Einsatz von CSS bietet zum Beispiel css4.you.de auf der Website www.css4you.de an.

Wer legt die Webstandards fest?

Die Webstandards werden von einem im Jahr 1994 gegründeten Konsortium festgelegt. Der Gründer des am MIT in Cambridge gegründeten World Wide Web Consortium (W3C) ist Tim Berners-Lee. Berners-Lee wird gemeinhin als Erfinder des Internets bezeichnet. Das W3C legt Richtlinien fest und entwickelt technische Spezifikationen, um den Aufbau von Websites zu standardisieren und somit deren Bearbeitung zu vereinfachen. Das W3C hat im Laufe der Zeit etliche Standards entwickelt, an die sich praktisch jeder hält. Allerdings ist die Organisation nicht zwischenstaatlich anerkannt, weshalb sie kein Recht hat, ISO-Normen festzulegen. Nichtsdestotrotz bilden viele vom W3C festgelegte Standards die Grundlage für manche ISO-Normen.

Vorteile von Webstandards

Da Webstandards eine Trennung von Layout und Inhalten verlangen, bieten sie etliche Vorteile. Quasi auf den ersten Blick fallen größere gestalterische Möglichkeiten auf. Zudem verringert sich durch den Einsatz von CSS der Wartungsaufwand für eine Website deutlich. CSS sorgt aber auch für niedrigere Hostingkosten, da die Datenmenge, die für den Programmcode einer Webseite anfällt, deutlich geringer ist, als bei einer Seite, die ohne Webstandards erstellt wird. Mittels CSS können außerdem barrierefreie Websites erstellt werden. Zudem erreichen Seiten, die nach aktuellen Webstandards erstellt worden sind, bessere Platzierungen bei Suchmaschinen. CSS sorgt also tendenziell für einen Besucherzuwachs. Weitere Vorteile, die für den Einsatz von CSS auf Internetseiten sprechen sowie allgemeine Informationen über Webstandards, sind auf der Website www.subhash.at zusammengestellt.

This entry was posted on Mittwoch, November 23rd, 2011 at 2:18 pm and is filed under Webstandards. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

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